QCM : Nervensystem und Erregungsleitung — 22 questions

Questions et réponses du QCM

1. Welche Aussage beschreibt das vegetative Nervensystem am treffendsten?

Es ist nur im Gehirn lokalisiert und ohne Bezug zu inneren Organen.
Es steuert unwillkürliche Funktionen innerer Organe und unterstützt die Homöostase.
Es regelt ausschließlich Schmerzempfindung und bewusste Wahrnehmung.
Es vermittelt ausschließlich willkürliche Bewegungen der Skelettmuskulatur.

Es steuert unwillkürliche Funktionen innerer Organe und unterstützt die Homöostase.

Explication

Das vegetative Nervensystem steuert unwillkürliche Organfunktionen und trägt zur Homöostase bei. Die willkürliche Motorik gehört dagegen zum somatischen Nervensystem.

2. Welche Wirkung ist typisch für den Parasympathikus?

Er senkt die Herzfrequenz und steigert die GI-Motilität.
Er erhöht die Stressreaktion und reduziert die Darmbewegung.
Er steigert die Herzfrequenz und senkt die Verdauungsaktivität.
Er erweitert die Pupille und hemmt die Regeneration.

Er senkt die Herzfrequenz und steigert die GI-Motilität.

Explication

Der Parasympathikus ist der Erholungszweig und senkt die Herzfrequenz, während er die Magen-Darm-Motilität steigert. Die anderen Antworten beschreiben typische Sympathikuswirkungen.

3. Welcher Rezeptortyp vermittelt die Herzfrequenzsteigerung durch den Sympathikus vor allem am Herzen?

M3-muskarinischer Rezeptor
M2-muskarinischer Rezeptor
α1-Adrenozeptor
β1-Adrenozeptor

β1-Adrenozeptor

Explication

Am Herzen steigert der Sympathikus die Frequenz vor allem über β1-Adrenozeptoren. M2 vermittelt dagegen die parasympathische Herzfrequenzsenkung.

4. Welche Wirkung hat Adrenalin bei einer Anaphylaxie besonders über den β2-Rezeptor?

Bronchodilatation
Verlangsamung der Herzfrequenz
Steigerung der Darmmotilität
Vasokonstriktion

Bronchodilatation

Explication

Adrenalin wirkt in der Anaphylaxie über β2 bronchienerweiternd und hilft so gegen die Atemwegsverengung. Vasokonstriktion wird vor allem über α1 vermittelt.

5. Welche Eigenschaft trifft auf nACh-Rezeptoren zu?

Sie sind metabotrope Rezeptoren und wirken über G-Proteine.
Sie sind ionotrope Rezeptoren und öffnen direkt einen Ionenkanal.
Sie binden ausschließlich Adrenalin und Noradrenalin.
Sie kommen nur präsynaptisch vor und nicht postsynaptisch.

Sie sind ionotrope Rezeptoren und öffnen direkt einen Ionenkanal.

Explication

nACh-Rezeptoren sind ligandengesteuerte Ionenkanäle und damit ionotrop. Metabotrope Rezeptoren arbeiten dagegen über G-Proteine.

6. Welche Aussage beschreibt Adrenozeptoren korrekt?

Sie erzeugen immer direkt ein IPSP durch Cl--Einstrom.
Sie sind ligandengesteuerte Ionenkanäle für Acetylcholin.
Sie sind nur an der neuromuskulären Endplatte zu finden.
Sie sind metabotrope G-Protein-gekoppelte Rezeptoren.

Sie sind metabotrope G-Protein-gekoppelte Rezeptoren.

Explication

Adrenozeptoren sind G-Protein-gekoppelte, also metabotrope Rezeptoren. Die direkte Kanalöffnung ist typisch für ionotrope Rezeptoren wie nACh-Rezeptoren.

7. Welcher Ablauf beschreibt die Reaktivierung von Herpes labialis am besten?

Das Virus wird nur über den Darm aufgenommen und verursacht Fieberbläschen im Auge.
Das Virus verbleibt im Muskelgewebe und verursacht dort eine chronische Entzündung.
Das Virus liegt latent im Ganglion und wird später reaktiviert.
Das Virus gelangt über das Blut direkt in die Leber und wird dort aktiv.

Das Virus liegt latent im Ganglion und wird später reaktiviert.

Explication

Herpes-simplex-Viren können nach retrogradem Transport im Ganglion latent bleiben und später reaktiviert werden, was sich als Herpes labialis zeigt. Die anderen Optionen passen nicht zum typischen Verlauf.

8. Warum ist beim Tollwutvirus nach einem Biss eine schnelle Postexpositionsprophylaxe wichtig?

Weil es nur in der Haut verbleibt und dort sofort neutralisiert werden muss.
Weil es ausschließlich über den Parasympathikus zu den Drüsen gelangt.
Weil das Virus sehr rasch über das Blut in alle Organe streut.
Weil es langsam retrograd zum ZNS transportiert wird und dadurch ein Zeitfenster bleibt.

Weil es langsam retrograd zum ZNS transportiert wird und dadurch ein Zeitfenster bleibt.

Explication

Das Tollwutvirus wird nach Eintritt in periphere Nerven langsam retrograd in Richtung ZNS transportiert, wodurch ein therapeutisches Zeitfenster entsteht. Genau deshalb kann die Postexpositionsprophylaxe wirksam sein.

9. Was passiert am Axonhügel typischerweise beim Erreichen des Schwellenpotentials von etwa -55 mV?

Das Neuron bleibt im Ruhezustand und das Signal klingt ab.
Die Erregung wird nur in den Dendriten verstärkt.
Es kommt sofort zur vollständigen Myelinisierung.
Es wird ein Aktionspotential ausgelöst.

Es wird ein Aktionspotential ausgelöst.

Explication

Am Axonhügel entscheidet das Schwellenpotential darüber, ob ein Aktionspotential ausgelöst wird. Wird die Schwelle nicht erreicht, klingt das Signal ab.

10. Welche Folge hat die Inaktivierung spannungsabhängiger Natriumkanäle für die Erregbarkeit?

Sie erhöht die Myelindichte am Axon.
Sie senkt ausschließlich die postsynaptische Rezeptordichte.
Sie ermöglicht sofort ein weiteres Aktionspotential ohne stärkeren Reiz.
Sie erzeugt eine absolute Refraktärperiode.

Sie erzeugt eine absolute Refraktärperiode.

Explication

Die Inaktivierung der Nav-Kanäle stoppt den Na+-Einstrom und führt zu einer absoluten Refraktärperiode. Erst danach kann bei stärkerem Reiz wieder ein neues Aktionspotential entstehen.

11. Welche Gliazelle des ZNS bildet Myelinscheiden um Axone?

Mikroglia
Oligodendrozyt
Astrozyt
Ependymzelle

Oligodendrozyt

Explication

Oligodendrozyten sind die myelinbildenden Gliazellen des ZNS. Astrozyten, Mikroglia und Ependymzellen übernehmen andere Stütz-, Immun- oder Auskleidungsfunktionen.

12. Welche Funktion wird typischerweise den Astrozyten im ZNS zugeschrieben?

Sie bilden die Myelinscheiden peripherer Nervenfasern
Sie erzeugen Aktionspotenziale und leiten Erregung über Axone weiter
Sie stabilisieren das neuronale Milieu und unterstützen die Stoffwechselversorgung
Sie übernehmen die Phagozytose als primäre Immunzellen des Blutes

Sie stabilisieren das neuronale Milieu und unterstützen die Stoffwechselversorgung

Explication

Astrozyten tragen zur Homöostase des extrazellulären Milieus und zur metabolischen Unterstützung von Neuronen bei. Die anderen Antworten beschreiben Funktionen von Neuronen, Mikroglia oder Gliazellen des PNS.

13. Welcher Teil der Nervenzelle enthält die biosynthetische Maschinerie und ist Ausgangspunkt vieler Syntheseprozesse?

Dendritischer Dorn
Zellkörper Soma
Präsynaptische Endigung
Neuromuskuläre Endplatte

Zellkörper Soma

Explication

Im Soma liegen die Organellen und die biosynthetische Ausstattung der Nervenzelle. Dendritischer Dorn und präsynaptische Endigung sind spezialisierte Kontakt- bzw. Endbereiche.

14. Wodurch ist der dendritische Dorn funktionell besonders gekennzeichnet?

Er ist die Stelle, an der ausschließlich inhibitorische Synapsen enden
Er speichert Neurotransmitter in Vesikeln für die Freisetzung
Er ist der Abschnitt, an dem das Axon in Myelin umgewandelt wird
Er ist eine postsynaptische Ausstülpung, in die bei NMDA-Aktivierung Ca2+ einströmt

Er ist eine postsynaptische Ausstülpung, in die bei NMDA-Aktivierung Ca2+ einströmt

Explication

Der dendritische Dorn ist eine postsynaptische Struktur, in der NMDA-vermittelt Calcium einströmen kann und Signalkaskaden auslöst. Die anderen Aussagen passen nicht zur Funktion eines Spines.

15. Welcher Transportvorgang beschreibt den gerichteten Transport von Zellbestandteilen entlang des Axons?

Transneuronale Degeneration
Axonaler Transport
Demyelinisierung
Wallersche Degeneration

Axonaler Transport

Explication

Axonaler Transport ist der gerichtete Transport innerhalb des Axons und dient der neuronalen Funktionserhaltung. Die anderen Begriffe bezeichnen Abbau- oder Schädigungsprozesse.

16. Welche klinische Situation passt am besten zu einer frühen Latenz nach retrogradem axonalem Transport?

Herpes-simplex-Infektion mit späterer Reaktivierung im Ganglion
Botulinumtoxin-Wirkung an der motorischen Endplatte
Multiple Sklerose mit gestörter saltatorischer Leitung
Parkinson-Krankheit mit Verlust dopaminerger Neurone

Herpes-simplex-Infektion mit späterer Reaktivierung im Ganglion

Explication

Herpes-simplex-Viren gelangen nach Eintritt über Haut oder Schleimhaut retrograd in ein Ganglion und können dort latent bleiben. Die anderen Antworten betreffen andere Krankheitsmechanismen.

17. Wodurch entsteht ein exzitatorisches postsynaptisches Potential an einem Rezeptorkanal typischerweise?

Durch direkten Verbrauch von ATP an der Membran
Durch Na+-Einstrom beziehungsweise depolarisierende Ionenströme
Durch Blockade spannungsabhängiger Kanäle ohne Transmitterbindung
Durch reine Cl--Leitung mit Hyperpolarisation

Durch Na+-Einstrom beziehungsweise depolarisierende Ionenströme

Explication

Exzitatorische Rezeptorkanäle fördern eine Depolarisation, meist über Na+-Einstrom oder vergleichbare depolarisierende Ströme. Cl--Leitung ist dagegen typisch inhibitorisch.

18. Welche Aussage beschreibt präsynaptische Hemmung am besten?

Präsynaptische Mechanismen reduzieren die Transmitterfreisetzung
Postsynaptische Kanäle werden direkt länger offen gehalten
Es handelt sich um eine Form der Axotomie
Die Membran wird ausschließlich durch Myelin stabilisiert

Präsynaptische Mechanismen reduzieren die Transmitterfreisetzung

Explication

Präsynaptische Hemmung wirkt rückwirkend auf die Freisetzung von Transmitter und schwächt so die Signalübertragung. Die anderen Optionen beschreiben keine präsynaptische Modulation.

19. Was kennzeichnet die saltatorische Erregungsleitung am besten?

Die Erregung entsteht ausschließlich an der postsynaptischen Membran
Die Erregung läuft gleichmäßig über die gesamte Axonmembran ohne Unterbrechung
Die Erregung springt zwischen den Ranvier-Schnürringen myelinisierter Axone
Die Leitung erfolgt nur im Zellkörper und nicht im Axon

Die Erregung springt zwischen den Ranvier-Schnürringen myelinisierter Axone

Explication

Saltatorische Erregungsleitung bedeutet eine schnelle Weiterleitung über myelinisierte Axone zwischen den Ranvier-Schnürringen. Die Leitung ist gerade nicht gleichmäßig über die gesamte Membran verteilt.

20. Welche Folge hat eine Demyelinisierung für die Erregungsleitung typischerweise?

Der Membranwiderstand sinkt und die Kapazität steigt, wodurch Strom verloren geht
Spannungsabhängige Kanäle verschwinden vollständig aus allen Axonen
Der Membranwiderstand steigt und die Kapazität sinkt, wodurch die Leitung beschleunigt wird
Das Aktionspotenzial wird nur im Soma erzeugt und nicht im Axon

Der Membranwiderstand sinkt und die Kapazität steigt, wodurch Strom verloren geht

Explication

Bei Demyelinisierung sinkt der Membranwiderstand und die Kapazität nimmt zu, was zu Stromverlust und gestörter Erregungsleitung führt. Dadurch kann die Leitung verlangsamt oder unterbrochen werden.

21. Welche Aussage beschreibt die saltatorische Erregungsleitung in myelinisierten Axonen am treffendsten?

Die Erregung entsteht nur in den präsynaptischen Endigungen
Die Erregung wird ausschließlich über Gliazellen ohne Ionenkanäle fortgeleitet
Die Erregung springt zwischen den Ranvier-Schnürringen von Abschnitt zu Abschnitt
Die Erregung wird kontinuierlich über die gesamte Axonmembran weitergeleitet

Die Erregung springt zwischen den Ranvier-Schnürringen von Abschnitt zu Abschnitt

Explication

Bei myelinisierten Axonen erfolgt die Weiterleitung saltatorisch, also sprunghaft über die Ranvier-Schnürringe. Dadurch ist die Leitung schneller als bei einer kontinuierlichen Erregungsleitung.

22. Welche Folge hat eine Demyelinisierung auf die Erregungsleitung eines Axons?

Die Natriumkanäle verteilen sich nur an den Zellkörper, wodurch die Leitung stabiler wird
Der Membranwiderstand steigt und die Kapazität sinkt, wodurch die Leitung beschleunigt wird
Die Ranvier-Schnürringe verschwinden vollständig und ersetzen die Aktionspotenziale
Der Membranwiderstand sinkt und die Kapazität steigt, wodurch Strom verloren geht

Der Membranwiderstand sinkt und die Kapazität steigt, wodurch Strom verloren geht

Explication

Bei Demyelinisierung sinkt der Membranwiderstand und die Kapazität steigt, sodass Strom verloren geht und Aktionspotenziale verlangsamt oder unterbrochen werden können. Genau dadurch wird die saltatorische Erregungsleitung gestört.

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Vegetatives Nervensystem — Definition?

Autonomer Anteil, steuert unwillkürliche Organfunktionen.

Autonomes Nervensystem — Rolle?

Regelt innere Organe im ZNS-Übergeordneten.

Sympathikus — Wirkung?

Bereitet Körper auf Leistung und Stress vor.

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Consultez la fiche de révision complète sur Nervensystem und Erregungsleitung.

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