QCM : Genetisches vs. Erlerntes Verhalten bei Tieren — 14 questions

Questions et réponses du QCM

1. Wodurch zeichnet sich erlerntes Verhalten am ehesten aus?

Es wird ausschließlich durch Erbanlagen festgelegt.
Es entsteht nur bei fehlendem Umweltkontakt.
Es tritt nur bei ausgewachsenen Tieren auf.
Es entsteht durch Erfahrung und Lernen.

Es entsteht durch Erfahrung und Lernen.

Explication

Erlerntes Verhalten entsteht durch Erfahrung und Lernen und zeigt sich nicht als vorgegebene Erbanlage. Die anderen Antworten beschreiben entweder genetische Steuerung oder enthalten zu starke Einschränkungen.

2. Woran erkennt man in einer Verhaltensanalyse, dass ein Verhalten eher genetisch bedingt ist?

Es verändert sich ausschließlich durch Training.
Es tritt auch ohne passende Erfahrung auf.
Es zeigt sich nur nach langem Kontakt zu Artgenossen.
Es entsteht nur durch Nachahmung anderer Tiere.

Es tritt auch ohne passende Erfahrung auf.

Explication

Genetisch bedingtes Verhalten tritt auch ohne passende Erfahrung auf und wird vor allem durch Erbanlagen gesteuert. Nachahmung und Training sprechen dagegen eher für Lernen.

3. Welche Rolle hatten die Kanarienvögel im Versuch mit Grünlingen?

Sie dienten als Pflegeeltern bei der Aufzucht.
Sie waren die Artgenossen der Grünlinge.
Sie lieferten die genetische Vorlage für den Gesang.
Sie wurden zur Kreuzung mit Grünlingen eingesetzt.

Sie dienten als Pflegeeltern bei der Aufzucht.

Explication

Die Kanarienvögel waren die Pflegeeltern, die die Grünling-Jungtiere aufzogen. So konnte der Einfluss der Aufzucht von der genetischen Herkunft getrennt werden.

4. Welcher Umstand war entscheidend, um den Einfluss des Lernens im Gesangsversuch zu trennen?

Die Grünlinge wurden mit Kanarienvögeln gekreuzt.
Die Grünlinge hatten keinen Kontakt zu ihren ausgewachsenen Artgenossen.
Die Jungtiere wurden erst im Erwachsenenalter getrennt.
Die Kanarienvögel sangen nur in der Nacht.

Die Grünlinge hatten keinen Kontakt zu ihren ausgewachsenen Artgenossen.

Explication

Der fehlende Kontakt zu ausgewachsenen Artgenossen machte es möglich zu prüfen, ob der Gesang trotzdem typisch für Grünlinge bleibt. Genau damit wird die Lernkomponente von der genetischen Komponente getrennt.

5. Was zeigen Sonagramme bei einem Gesangsvergleich hauptsächlich?

Die Anzahl der Eier pro Gelege.
Die Menge der aufgenommenen Nahrung.
Die Körpergröße der Tiere.
Die Struktur des Lautverlaufs.

Die Struktur des Lautverlaufs.

Explication

Sonagramme sind visuelle Darstellungen von Gesängen und zeigen vor allem Muster im Lautverlauf. Sie beschreiben also die Struktur, nicht körperliche Merkmale oder Fortpflanzungsdaten.

6. Wozu dienen Pausenlängen im Vergleich von Vogelgesängen?

Sie erfassen die zeitlichen Abstände zwischen Gesangselementen.
Sie zeigen die Färbung des Gefieders.
Sie beschreiben die Größe des Reviers.
Sie messen die Stärke der Flügelmuskeln.

Sie erfassen die zeitlichen Abstände zwischen Gesangselementen.

Explication

Pausenlängen sind zeitliche Abstände zwischen Gesangselementen und damit ein messbares Merkmal des Gesangs. Anders als Sonagramme liefern sie vor allem Informationen über das Timing.

7. Was kennzeichnet die hygienische Bienenrasse bei Apis mellifera?

Sie öffnet Waben mit abgestorbenen Puppen und entfernt diese.
Sie baut größere Waben als die andere Rasse.
Sie sammelt ausschließlich nachts Nektar.
Sie legt ihre Eier nur in offene Waben.

Sie öffnet Waben mit abgestorbenen Puppen und entfernt diese.

Explication

Die hygienische Rasse öffnet Waben mit toten Puppen und entfernt die abgestorbenen Puppen. Genau dieses Verhalten grenzt sie von der unhygienischen Rasse ab.

8. Wodurch unterscheidet sich die unhygienische Bienenrasse am ehesten?

Sie entfernt tote Puppen besonders schnell.
Sie besitzt keine genetischen Unterschiede zur anderen Rasse.
Sie öffnet nur dann Waben, wenn der Versuchsleiter anwesend ist.
Sie zeigt das Öffnen und Entfernen nicht in der beschriebenen Weise.

Sie zeigt das Öffnen und Entfernen nicht in der beschriebenen Weise.

Explication

Die unhygienische Rasse zeigt das typische Öffnen der Waben und das Entfernen der toten Puppen nicht. Die übrigen Antworten beschreiben entweder das Gegenteil oder gehen über den Befund hinaus.

9. Wie viele Verhaltensgruppen wurden in der übernächsten Generation nach der Kreuzung beobachtet?

Drei Verhaltensgruppen.
Fünf Verhaltensgruppen.
Vier Verhaltensgruppen.
Zwei Verhaltensgruppen.

Vier Verhaltensgruppen.

Explication

Nach der Kreuzung der hygienischen und unhygienischen Rasse wurden vier Bienengruppen beobachtet. Diese vier Gruppen unterscheiden sich in Öffnen und Entfernen der Puppen.

10. Welche Verhaltensgruppe entfernt tote Puppen nur dann, wenn die Waben zuvor vom Versuchsleiter geöffnet werden?

Die vollständig unhygienische Gruppe.
Die Gruppe, die zwar öffnet, aber nie entfernt.
Die vollständig hygienische Gruppe.
Die Gruppe mit situationsabhängigem Entfernen.

Die Gruppe mit situationsabhängigem Entfernen.

Explication

Diese Gruppe zeigt Entfernen nur nach vorherigem Öffnen durch den Versuchsleiter und ist damit situationsabhängig. Die vollständig hygienische Gruppe öffnet und entfernt selbstständig.

11. Welches Ergebnis spricht beim Vogelgesang eher für Lernen statt für genetische Steuerung?

Die Adoptivkinder singen nur in der Brutzeit.
Die Adoptivkinder singen wie ihre Artgenossen trotz Kontakt zu Pflegeeltern.
Die Adoptivkinder singen wie ihre Adoptiveltern.
Die Adoptivkinder singen gar nicht.

Die Adoptivkinder singen wie ihre Adoptiveltern.

Explication

Wenn Adoptivkinder den Gesang der Adoptiveltern zeigen, spricht das für erlerntes Verhalten durch Aufzucht. Gesang wie die Artgenossen wäre dagegen eher ein Hinweis auf genetische Steuerung.

12. Warum werden im Vogelgesangsversuch Sonagramme und Pausenlängen verwendet?

Um die Farbe des Gesangs zu bestimmen.
Um die Flugleistung der Tiere zu messen.
Um die Zahl der Jungtiere pro Nest zu erfassen.
Um den Gesang objektiv mit Artgenossen und Pflegeeltern zu vergleichen.

Um den Gesang objektiv mit Artgenossen und Pflegeeltern zu vergleichen.

Explication

Sonagramme und Pausenlängen liefern messbare, objektive Vergleichsmerkmale für den Gesang. Damit wird die Zuordnung nicht nur auf Höreindrücke gestützt.

13. Wofür spricht die Verteilung von vier Verhaltensgruppen nach der Kreuzung bei den Bienen?

Für eine reine Zufallsverteilung ohne Ursache.
Für eine genetische Grundlage des hygienischen Verhaltens.
Für eine ausschließlich erlernte Verhaltensweise.
Für einen Einfluss nur der Wabengröße.

Für eine genetische Grundlage des hygienischen Verhaltens.

Explication

Die wiederkehrende Verteilung der vier Gruppen nach der Kreuzung spricht für eine genetische Grundlage. Die Gruppen zeigen zudem unterschiedliche Kombinationen von Öffnen und Entfernen.

14. Was deutet die Gruppe an, die Waben öffnet, aber tote Puppen nicht entfernt?

Öffnen und Entfernen können getrennt ausgeprägt sein.
Das Entfernen hängt immer vom Alter der Bienen ab.
Das Verhalten ist vollständig identisch mit der hygienischen Rasse.
Das Verhalten ist nur durch Nachahmung erklärbar.

Öffnen und Entfernen können getrennt ausgeprägt sein.

Explication

Diese Gruppe zeigt, dass Öffnen und Entfernen nicht zwangsläufig zusammen auftreten und getrennt beeinflusst sein können. Damit wird eine differenzierte genetische bzw. funktionelle Ausprägung sichtbar.

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Erlerntes Verhalten — Definition?

Verhalten durch Erfahrung und Lernen erworben.

Genetisch bedingtes Verhalten — Rolle?

Steuert Verhalten durch Erbanlagen, ohne Erfahrung.

Versuch mit Grünlingen — Ziel?

Unterscheiden, ob Gesang erlernt oder genetisch ist.

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Consultez la fiche de révision complète sur Genetisches vs. Erlerntes Verhalten bei Tieren.

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